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Rechnervernetzung via LAN, WLAN, Internet und VPN sowie Browserspezifisches

Es muß nicht immer Kaviar sein, …

Mittwoch, 7. Juni 2006

Edel, kostspielig und gut. Das trifft nicht nur auf Kaviar sondern auch auf den OS X Server zu. Wer nur eine kleine Arbeitsgruppe mit wenigen Diensten zu versorgen hat, wird selbst vor den – mit rund 480 EUR an sich moderaten – Kosten einer 10er Lizenz für OS X Server zurückschrecken. Daher hier ein paar kleine Tipps wie man mit wenig Aufwand und kleinem Shareware-Geld ein auf jedem Mac installiertes OS X Client System aufbohrt und zum Server macht.

Filesharing

FileSharing

Elementare Funktionen um Dateien zwischen Windows- und Macintosh-Clients auszutauschen, bzw. gemeinsam zu nutzen bringt jedes OS X ab Werk mit. Ein einfacher Haken bei »Personal FileSharing«, bzw. »Windows FileSharing« in der Systemeinstellung »Sharing« und los geht’s. Leider sind die Funktionen sehr rudimentär und insbesondere die Verwaltung von Benutzer- und Gruppenrechten alles andere als komfortabel. Da war selbst OS 9 besser aufgestellt. Abhilfe schafft das Programm SharePoints, welches neben der selektiven Freigabe von Ordnern auch gleich die zugehörigen Benutzerrechte mitverwaltet. SharePoints läuft als Universal Binary auch auf Intel Macs und ist Donationware – sprich der Autor freut sich über jede beliebig hohe Spende.

NFS-Shares

Wer neben Windows- und Mac-Rechnern auch noch Linuxrechner optimal mit gemeinsam genutzten Verzeichnissen versorgen will, kann dazu auf das NFS-Protokoll zurückgreifen. Da OS X über einen Unix-Kern verfügt ist auch das NFS-Protokoll als solches bereits enthalten und kann mit entsprechenden Kenntnissen auch über die Kommandozeile eingerichtet werden. Eine sehr viel komfortable Konfigurationsmöglichkeit bietet der NFS-Manager von Marcel Bresink. Das Tool ist als Shareware für $15 sowohl für PPC als auch Intel Macs erhältlich.

Gemeinsame Nutzung von Druckern und Faxmodem

Printersharing Auswahl der freizugebenden Drucker

Lokal per USB am Server angeschlossene Drucker sind ebenfalls über einen Haken unter »Sharing« freizugeben. Über den Reiter »Sharing« in den Systemeinstellungen »Drucken und Faxen« werden dann noch die einzelnen Drucker die im Netzwerk erscheinen sollen festgelegt. Hier wird ebenfalls die Freigabe des Faxmodems eingerichtet. Kosten für Software: keine.

Webserver

Apache WebServer

Insbesondere als lokale Entwicklungsumgebung ist der eingebaute Webserver von OS X sehr gut zu gebrauchen. Als Basis verwendet OS X den Apache-Webserver, so fast schon so etwas wie der Quasistandard als Webserver geworden ist. Sofern eine genügend schnelle Leitung (wichtig: die Upstreamleistung ist hier entscheidend!) zur Verfügung steht, spricht auch nichts dagegen den Webserver im Internet öffentlich zu betreiben. Wer lediglich statische HTML-Seiten erstellt und vorhält ist mit dem schon mehrfach angesprochenene Haken unter »Sharing« fertig. Wer es etwas komfortabler mag, nimmt in der Datei /etc/httpd/httpd.conf die Kommentarzeichen für die PHP-Einbindung raus und bekommt damit die Möglichkeit auch dynamische Seiten unter PHP zu erstellen. Zusammen mit einer Datenbank Installation, z.B. gibt es fertige Binaries von MySQL für OS X, entsteht so mit wenigen Klicks ein sehr leistungsfähiger Webserver. Auch die Möglichkeit zum WebDAV-Zugriff ist mit wenigen Einträgen in der Konfigurationsdatei zu ermöglichen, so daß der WebServer als Basis für den Austausch von iCal-Terminen genutzt werden kann.

Ein Wort zu den immer gerne gepriesenen “Instant-Webservern” wie XAMPP oder MAMP oder den recht komfortablen Installationen von Serverlogistics. Grundsätzlich vereinfachen sie jemandem ,der zuvor noch nie einen Webserver aufgesetzt hat, das Geschäft. Allerdings stehen einem diese fertigkonfektionierten Installationen mit etwas mehr Kenntnissen sehr schnell im Weg, weil doch einiges “verbogen” wird, um z.B. dem bereits vorhandenen Apachen nicht ins Gehege zu kommen. Ein kleiner Lernaufwand an Anfang, um die Einträge der httpd.conf kennen zu lernen ist langfristig wesentlich ergiebiger als der schnelle Erfolg der Instant-Webserver Installationen. Apache, PHP, WebDAV sind an Bord, MySQL ist Freeware.

FTP-Server

Auch hier böte OS X einen einfachen Klick und fertig wäre der FTP-Server. Aber: die Implementation des eh etwas anfälligen FTP-Protokolls ist so unsicher gelöst, das man dringend von den OS X eigenen Ressourcen abraten muß. Besser gelöst ist diese Aufgabe mit dem PureFTPd Manager. Auch der PureFTPd Manager läuft bereits nativ auf den Intel Macs und ist ebenfalls Donationware.

Mailserver

Für etwa $20 bekommt man mit MailServe »a totally-functional buzzword-compliant mail server in less than a minute, the Mac Way«, also einen fix und fertigen Mailserver, der sowohl POP, IMAP und SMTP mit wenigen Klicks auf einem beliebigen PPC oder Intel Mac unter OS X zur Verfügung stellt. Wer lediglich einen SMTP-Server für den Versand von eMails betreiben will, kann für’s halbe Geld auch auf den PostfixEnabler zurückgreifen.

DomainName-Server (DNS)

Insbesondere wenn das Netz etwas wächst wird man es zu schätzen wissen, die Rechner beim Namen nennen zu können und sich nicht kryptische IP-Nummern merken zu müssen. Aus gleichem Haus wie der PostfixEnabler und MailServe kommt daher für weitere $9,99 der DNSEnabler an Bord.

DHCP-Server

Als Grundlage für den DNS empfiehlt es sich auch einen DHCP-Server zu betreiben. Leider gibt es keinen fertigen DHCP-Server für den OS X Client, sondern lediglich den Source Code des Internet Systems Consortiums, der dann noch zu komplieren wäre. Wer diese Aufgabe scheut, sollte auf die DHCP-Server Funktionen zurückgreifen, die heute so ziemlich jeder DSL- oder ISDN-Router enthält.

VPN-Server

Auch hier bietet sich leider nur die Wahl zwischen selbst kompilierten Lösungen oder dem Rückgriff auf einen – meist schon etwas leistungsfähigeren – Router, der eine VPN-Anbindung mitbringt.

NTP-Server

Um innerhalb des Netzes eine gemeinsame Uhrzeit zu haben verfügen bietet OS X die Möglichkeit in der Systemeinstellung »Datum und Uhrzeit« einen Timeserver anzugeben. Neben den Apple-Timeservern bietet sich der Rückgriff auf die Pysikalisch-Technische Bundesanstalt – dem Betreiber der deutschen Atomuhr – unter ptbtime1.ptb.de oder ptbtime2.ptb.de an. Auch hier verfügen die meisten Router über eine entsprechende Funktion, so dass diese einmalig einen Netzverkehr nach aussen produzieren und die Clientrechner wiederum auf den Router als Timeserver zurückgreifen können.

Firewall und NAT

Einen elementaren Angriffsschutz bietet OS X – wiederum in der Systemeinstellung »Sharing« – mit seiner eingebauten Firewall. Zu beachten ist: wer neben den Standarddiensten die unter »Sharing« verwaltet werden, weitere in sein System implementiert, muß notwendige Ausnahmen für die Firewall manuell einpflegen. Ggf. ist es überlegenswert in einem überschaubaren und vertrauenswürdigen internen Netz die OS X Firewall ganz abzuschalten, wenn dafür nach aussen über den DSL-Router eine entsprechende Firewallfunktionalität zur Verfügung steht. Auch bei der Weitergabe der DSL-Verbindung an andere Rechner und dem dafür notwendigen NAT (Network Address Translation – kurz: die externe IP im internen Netz nutzbar machen) ist ein expliziter Router ungleich leistungsfähiger als die Möglichkeit die OS X unter »Sharing« »Internet« dafür bietet. Insbesondere können in einem Router dafür weitreichende Regeln hinterlegt werden, welcher Rechner, welche Dienste zu welchen Zeiten nutzen oder eben auch nicht nutzen darf.

iChat-Server

Um den Funktionen eines OS X Servers nahe zukommen, gehen wir einfach mal alle Dienste durch, die dieser ansonsten noch so bietet. Dazu gehört auch die Möglichkeit einen eigenen iChat-Server aufzusetzen. Dieser basiert unter OS X Server auf Jabber. Neben zwei Java-Lösungen (Wildfire und Open-IM), die “out-of-the-box” eingesetzt werden können, gibt es nur noch von ejabberd ein fertiges Binary (allerdings derzeit ausschliesslich für PPC-Macs) um einen entsprechenden Server zu betreiben.

Anwendungsserver

Unter OS X gehören dazu neben Tomcat und JBoss auch noch das appleeigene WebObjects. Letzteres ist seit der Version 5.3 kostenloser Bestandteil der Developer Tools, die zu jeder Tiger-Version mitgeliefert werden. Kostenlos sind auch die Java-Applikationsserver Tomcat und JBoss die kostenlos heruntergeladen werden können.

Quicktime Streaming Server

Die Grundlage für diesen Dienst unter OS X Server bildet der Darwin Streaming Server der von Apple selbst als kostenloses OpenSource Programm zur Verfügung gestellt wird.

NetBoot-Server

Neben der Möglichkeit Clients ohne eigene Festplatte über das Netzwerk zu booten, wird dieser Dienst sehr häufig genutzt um von zentraler Stelle aus, eine (möglichst) einheitliche Installation auf allen Clients zu erstellen. Als kostenlose Alternative bietet sich dazu NetRestore von Mike Bombich an.

Softwareaktualisierungs-Server (SUS)

Der OS X Server bietet die Möglichkeit einmal zentral alle verfügbaren Updates für Apples Software Produkte zu holen und innerhalb des lokalen Netzes den Clientrechnern zur Verfügung zu stellen. Faktisch veringert sich dadurch lediglich der verbrauchte Traffic, verglichen mit dem Standardverhalten, das jeder einzelne Client auf das Internet zugreift um die verfügbaren Softwareupdates vom Apple-Server zu laden. Eine einfache und elegante Möglichkeit den SUS auf OS X Clientsystemen nachzubilden ist mir leider nicht bekannt. Nach meiner Einschätzung wäre es aber mit etwas Shell-Scripting zu lösen.

Update 04.05.2007 : Heise hat ein nettes Tool namens »OliU – c’t Offline Updater für Mac OS X 10.4.« auf der Basis des Kommandozeilentools »wget« veröffentlicht, mit dem man sich die Updates vom AppleServer auf ein lokales Volume ziehen kann. Einstellbar ist, für welche Architektur – PPC und/oder Intel – die Pakete geladen werden sollen und wo und wie sie gespeichert werden. Für unseren Zweck als Server wäre sicherlich das Verzeichnis “Web-Sites” und die Freigabe via Webserver im lokalen Netz sicherlich das Mittel der Wahl.

OpenDirectory

Last but not least – der zentrale Dienst des OS X Servers überhaupt. Fast alle o.g. Dienste kennen unterschiedliche Rechte für einzelne Benutzer. Und sei es, das ein Benutzer den betreffenden Dienst überhaupt nutzen darf. Aus diesem Grund bauen unter OS X Server fast alle Dienste auf einer zentralen Benutzerverwaltung – dem OpenDirectory – auf. Grundlage für OpenDirectory ist ein LDAP-Server. Auch hierzu gibt es mit OpenLDAP einen kostenlose OpenSource Ersatz, der allerdings nur Source-Code zur Verfügung steht, also selbst kompiliert werden muß. Grundsätzlich kann man aber festhalten: alle o.g. Dienste, die eine Konfiguration von Benutzerrechten erfordern bringen – jeder für sich – die notwendigen Einstellmöglichkeiten mit. Die zentrale Verwaltung ist damit vorallem ein Komfortgewinn und minimiert potentielle Fehlermöglichkeiten. Wer wirklich so viele Dienste auf seinem Server anbietet, das eine solche zentrale Benutzerverwaltung Sinn macht, sollte ernsthaft über die Anschaffung des OS X Servers nachdenken! Der Rest kann wie oben gezeigt mit wenigen Dollar für Shareware und etwas Fleiss bei der Einrichtung schon recht weit kommen.

Vorteil aller hier gezeigten Lösungen: sie unterliegen keiner Lizenzbeschränkung, wären daher vom Gegenwert her eher mit der unbegrenzten Lizenz des OS X Servers (ca. 970 EUR) zu vergleichen. Die meisten Programme liegen zudem schon als Universal Binary vor und können damit auf den aktuellen Intel Macs eingesetzt werden, während OS X Server noch auf PPC-Macs ausschliesslich läuft. Grundsätzlich sollte für eine kleine Arbeitsgruppe mit bis zu 5 Clients und einer handvoll Dienste aber jeder OS X fähige Rechner ausreichen. Selbst ältere G3- und G4-PowerMacs sind mit genügend RAM und einer schnellen Festplatte dieser Aufgabe locker gewachsen.

ebay-Auktionen bequem verfolgen

Mittwoch, 22. März 2006

In Zeiten des Kostendrucks ist auch für Firmen ebay zunehmend eine ernstzunehmende Einkaufsquelle. Leider ist ebay kein großer Freund von Macintosh und Safari Usern und schon gar kein ausgewiesener Experte bei der Programmierung von standardkonformen Seiten. So sind einige nette Dinge, die Windowsuser kennen für den Mac schlicht nicht verfügbar.

Zum Beispiel die Möglichkeit mit einem schlichten Klick auf einen Link unter dem Auktionsende-Datum sich dieses Datum in seinen (Outlook) Kalender eintragen zu lassen. Um diese Funktion auch am Mac zu erhalten gibt es jedoch ein kleines AppleScript namens »eBaytoical«. eBaytoiCal ist ein Parser der die komplette Angebotsseite ausliest und nach bestimmten Informationen – hier dem Endedatum der Auktion – durchsucht. Entsprechend muß die Seite für die eine Erinnerung eingetragen werden soll das gerade aktive Fenster sein. Da der grundsätzliche Aufbau einer ebay-Angebotsseite immer gleich ist, kann das so lange zuverlässig erfolgen, wie die Struktur der Seite durch ebay nicht verändert wird. Ist das Auktionsende-Datum identifiziert, wird es in einem speziellen Kalender unter iCal abgelegt. Auch eine Erinnerung und der Link zur betreffenden Seite wird gleich mit angelegt, so daß man unmittelbar vor Auktionsende in die Versteigerung eingreifen kann.

Im Gegensatz zu sogenannten Snipern – also automatischen Bietagenten, die kurz vor Auktionsende ihr Gebot abgeben – ist eine solche Erinnerung in Übereinstimmung mit den ebay-Nutzungsbedingungen.

Den Aufruf des Scripts habe ich mir via Butler zusätzlich auf eine Tastenkombination gelegt, so dass dieser Hotkey im aktiven Fenster ausreicht um die Eintragung auszulösen.

Auf der Seite des Autors Ulrich Kortenkamp ist zu dem ein Modifikation des Scripts aufgeführt mit dem der Eintrag statt an iCal an Entourage übergeben werden kann. eBaytoiCal ist Donationware, sprich kostenlos nutzbar, der Autor freut sich jedoch über eine kleine Spende.

Briefkasten unter OS X

Dienstag, 21. März 2006

Eine sehr einfach Form des Dateiaustauschs zwischen mehreren Benutzern und mehreren Rechnern in einem Netzwerk bringt OS X ab Werk mit. So ist in jedem Benutzerverzeichnis ein Ordner »Öffentlich« (Public) und darin ein Ordner »Briefkasten« (Drop Box) zu finden. Arbeiten mehrere Benutzer auf ein und demselben Rechner kann man einem anderen Benutzer über den Briefkasten eine Datei zu kommen lassen. Oder umgekehrt Dateien aus dem Ordner »Öffentlich« des anderen Benutzers einsehen.

Ordner Öffentlich, darin Briefkasten Ordner Systemeinstellung Sharing

Sind mehrere Rechner in einem Netz genügt ein Griff zu den Systemeinstellungen »Sharing« um dort »Personal File Sharing« zu aktivieren. Als Standardfreigabe für Gäste erscheint fort an der o.g. »Öffentlich«-Ordner für den Down- und der »Briefkasten« für den Upload von Dateien. Die Rechte des Briefkastens sind dabei so gesetzt, das jedermann dort Dateien einstellen kann, der Ordner selbst jedoch nicht zu öffnen ist.

Fatal dabei ist, das Dateien, die von Dritten in meinem Briefkasten gelegt werden noch die Benutzerrechte des Dritten behalten. Ich habe damit zwar Verfügungsgewalt über den Briefkasten-Ordner selbst, nicht jedoch über die darin befindlichen Dateien.

Um diesen Umstand zu korrieren kann man nun zum Terminal oder zum Infofenster der Datei greifen. Eleganter ist jedoch dies das System selbsttätig erledigen zu lassen. Dazu nutzen wir eine kleine Ordneraktion. So bald eine neue Datei in den Briefkasten gelegt wird läuft die Aktion an. Sie ermittelt den aktuell anmeldeten Benutzer des Systems und macht ihn zum Eigentümer der neueingestellten Datei. Dazu sind Administratorrechte erforderlich; eine entsprechende Abfrage zur Identifizierung erscheint ggf.

Wie üblich gibt es hier auch dieses kleine Ordneraktions-Script kostenlos zum Download.

Pimp my Safari

Donnerstag, 2. Februar 2006

»Pimp my ride« – übersetzt etwa: »motz’ meine Karre auf« – hieß es zuerst auf MTV. Davon inspiriert und als Gegenpart zu den reichlichen Firefox-Extensions entstand kurz darauf die Webseite pimpmysafari.com. Hier sind so ziemlich alle Erweiterungsmöglichkeiten für Apples Safari gelistet. Ein paar davon, die ich im täglichen Einsatz verwende möchte ich vorstellen.

Allen gemeinsam ist, das sie kostenlos (generell oder mindestens für den Privatgebrauch) nutzbar sind. Wenn ich schon kein Geld mehr für den Browser ausgeben muß – warum sollte ich es dann für Erweiterungen tun? Damit fallen andere, häufig genutzte und durchaus sehr gute Erweiterungen wie z.B. Saft oder PithHelmet die aber kostenpflichtig sind durch mein Raster.

Zur besseren Übersicht habe ich die Erweiterungen etwas kategorisiert:

Internet PlugIns

Ablageort: /Library/Internet Plug-Ins/ oder ~/Library/Internet Plug-Ins/

Die allermeisten sind “ab Werk” installiert und bedürfen keiner großen Aufmerksamkeit. Bei mir sind im wesentlichen PlugIns installiert, die weitere Dateiformate im Browser zugänglich machen. Dazu gehören Quicktime, Real, und Windows Media als Streamingformate, Macromedia Flash, Macromedia Director und Adobe SVG als Grafikformate, Java um clientseitige Applikationen ausführen zu können. Dazu die beiden Schubert-PlugIns um PDF, Postscript und Word-Dokumente im Browser anzeigen zu können. Außerdem kommt bei mir noch ein weiteres PlugIn dazu, das die Hilfsapplikation iGetter beisteuert.

Hilfsapplikationen

Ablageort: /Applications/ (lokalisiert: /Programme/)

iGetter kümmert sich (anstatt des safarieigenen Downloadmanagers) um alles was aus dem Netz zu saugen ist. Hauptvorteil des iGetters ist dabei, das der Download in mehreren Teilsegmenten parallel erfolgt. Diese Teilsegmente werden dann anschliessend lokal wieder zur kompletten Datei zusammengeschraubt. Damit kann der Datendurchsatz erheblich gesteigert werden. Ebenso kann nicht nur ein Server zum Download herangezogen werden, sondern – sofern entsprechende Mirrors bekannt sind – kann der Download auf mehrere Server gleichzeitig verteilt werden. Um komplette Sites runterzuladen und lokal nutzbar zu machen greife ich auf SiteSucker zurück. Damit kann den Umfang des Downloads (nur bestimmte Dateitypen, bis zu einer gewissen Ordnertiefe, innerhalb einer URL, …) recht genau festlegen. Zudem werden die enthaltenen Links (zu Bilder, Unterseiten etc.) so aufgearbeitet, das in der lokalen Kopie gebrowst werden kann. Als weiteres Hilfsprogramm habe ich Shrook als Newsreader im Einsatz. Die Verzahnung zu Safari liegt im wesentlichen in der (Mit-)Benutzung der Renderingengine um über das kurze RSS-Format hinaus gleich wenn nötig die komplette Webpage darzustellen. Ich empfinde das Arbeiten mit Shrook als angenehmer als die eingebaute RSS-Funktion von Safari.

Favelets/Bookmarklets

Ablageort: innerhalb von Safari in den Bookmarks

Brauchbare Favlets finden sich bei Tantek Çelik. Favelets oder Bookmarklets sind kleine JavaScript-Schnippsel, die auf die aktuell geöffnete Webseite oder das aktuelle Fenster wirken. Damit kann man z.B. die Fenstergröße des Browsers anpassen, Seiten an den W3C-Validator übergeben, etc. Die Schnipsel werden als Bookmark gespeichert und sind so leicht zugänglich. Ich habe mir dafür ein »Apfelmenü« in der Bookmarkleiste geschaffen. Einfach einen Ordner anlegen und als Namen mit Alt-Shift-Stern den Apfel erzeugen.

AppleScripts

Ablageort: wahlfrei, da ich viele eigene Scripte nutze, habe ich mir einen extra Ordner unter ~/Dokumente/Scripts/ geschaffen

Internet Explorer/Windows-Benutezr bekommen von ebay einen Link unter dem Ablaufdatum der Auktion angezeigt, mit der der Ablauftermin in den Outlook-Kalender übernommen werden kann. Eine ähnliche Funktion kann man sich für dem Mac mit AppleScript schaffen. eBaytoiCal liest die Artikelseite von ebay aus und übergibt das Enddatum der Auktion an iCal, wo es als Termin samt Erinnerung und URL-Angabe eingetragen wird. Um das Scirpt aufzurufen habe ich mir mit Hilfe von Butler ein Tastenkürzel geschaffen.

InputManagers

Ablageort: /Library/InputManagers/ oder ~/Library/InputManagers/

SafariBlock ist ein Blocker für Werbebanner, der auf der Basis von URL-Strings arbeitet. Damit können bestimmte Werbeserver sehr leicht geblockt werden. Zusätzlich nutze ich zum blocken von bestimmten Medienformaten noch ein lokales Stylesheet. Hiermit werden bestimmte Bildgrößen (definierte Werbeformate) und Flash-Elemente die von definierten Servern kommen auf unsichtbar gesetzt. SafariNoTimeout setzt die erlaubte Antwortzeit von Servern hoch, wodurch es zu weniger Ladeabbrüchen bei langsamen Server kommt. SafariPlus ist für die Verwaltung von Cookies zuständig. Nur wer in der Positivliste von SafariPlus eingetragen ist, darf ein Cookie setzen.

SafariStand bietet eine komfortable Suche in den Bookmarks und der History, kann Downloads nach Datum absortieren, leitet _blank-Targets in neue Tabs, Tabs können per Scrollrad gewechselt werden, in einer Sidebar können Previews von den Seiten angeschaut und sortiert werden (ähnlich wie bei OmniWeb), Bookmarks können mit Labeln versehen werden, eine Tableiste kann als Sitzung gespeichert werden, über SiteAlteration können z.B. Schriftgrößen für bestimmte Seiten angepaßt, JS ein/ausgeschaltet werden, und und und … SafariStand kommt aus Japan und vorallem die Doku ist nicht vollständig in Englisch übersetzt, so daß man etwas experiementieren muß um wirklich alle Funktionen zu entdecken. Auch eine Erweiterung der GoogleSuche wäre mit SafariStand möglich, aber dazu nutze ich AcidSearch – eine SIMBL-Erweiterung. SIMBL ist ebenfalls ein InputManager und eine Meta-Ebene unter der mehrere PlugIns verwaltet werden.

SIMBL-basierte Erweiterungen

Ablageort: /Library/Application Support/SIMBL/Plugins/
oder ~/Library/Application Support/SIMBL/Plugins/

AcidSearch erweitert das Google-Suchfeld um weitere, freidefinierbare Suchen. Bei mir starte ich z.B. Anfragen an Macupdate, Versiontracker, die Postleitzahlensuche, Gracenote, Amazon oder eBay über den Safari-Suchschlitz, Dazu können entweder Hotkeys oder Abkürzungen eingesetzt werden. Außerdem verfügt AcidSearch über die Möglichkeit auf einer aufgerufenen Webseite Inhalte mit der von Mozilla bekannten Funktion »Search as you type« zu finden. Sehr praktisch, wenn die Suche innerhalb der Seite bei Eintippen des/der ersten Buchstaben startet. SafariSource bietet mir die Möglichkeit Quelltexte mit Syntaxhiliting zu versehen, was sie leichter lesbar macht. Ich habe mir ein Farbmodell angelegt, das sich an BBEdit orientiert, da ich damit normalerweise Seiten erstelle und so nicht umlernen muß. Ebenfalls für WebDesigner interessant sind die WebDevAdditions, mit der man einen Röntgenblick in eine Seite nehmen kann.

WebKit

Ablageort: /Applications/ (lokalisiert: /Programme/)

Das WebKit ist der von der OpenSource Gemeinde weiterentwickelte Unterbau von Safari. Die Oberfläche ist exakt Safari, lediglich die Rendering Engine und die Funktionalitäten sind weiterentwickelt. Was im WebKit gezeigt wird, findet sich i.d.R. in künftigen Versionen von Safari wieder. Hier war auch zuerst das korrekte Rendering des ACID2-Test zu bestaunen, den Safari zwischenzeitlich (seit 2.0) ab Werk beherrscht. Ein aktuelles Feature ist der WebKit Inspector – der insbesondere für Webentwickler wesentliche Hinweise auf die Dokumentstruktur, das eingesetzte CSS usw. gibt.