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Fakturierung, Rechnungswesen, Online-Banking und Controlling

Online Banking reloaded

Mittwoch, 13. Juli 2011

Man muss es offen zugeben: MacGiro war in die Jahre gekommen. Seit einer gefühlten Ewigkeit – schon unter OS 8 – nutzen wir MacGiro um Online-Banking auf dem Mac zu betreiben und seither hat sich am Look and Feel eigentlich nichts wirklich geändert. Vor 10, 12 Jahren als wir anfingen war MacGiro mit seiner HBCI/Schlüsseldatei-Unterstützung absolut konkurrenzlos und die Frage nach einer Alternative stellte sich überhaupt nicht, wollte man den – immer noch – bestmöglichen Schutz eines solch sensiblen Verfahrens wie Onlinebanking sicherstellen.

Ein kurzer Exkurs zum Thema gängige Online-Banking Verfahren

Ein erstes Unterscheidungsmerkmal ist die Bedienung via normalem Internetbrowser gegenüber einem expliziten Clientprogramm. Der Hauptvorteil eines dedizierten Clients liegt klar darin, dass anstehende Transaktionen zunächst offline erfasst werden können sowie offline auch Auswertungen wie Liquiditätsplanungen etc. erstellt werden können. Nur für die eigentliche Übertragung der Geschäftsvorfälle bedarf es einer kurzen Onlineverbindung zum Bankserver. Aus sicherheitstechnischer Sicht heisst das: schon der zeitliche Rahmen für einen Angriff ist deutlich geringer als bei einer browserbasierten Anwendung, die einer permanenten Onlineverbindung bedarf. SSL hin oder her – auch da gibt es genügend Unterschiede in der Stärke und die Möglichkeit einer Rückrechnung steigt mit der preiswerten Verfügbarkeit von skalierbarer Rechenleistung im Internet.

Das zweite wichtige Kriterium betrifft das Signaturverfahren mit dem die Aufträge an die Bank übermittelt werden. Die beiden in Deutschland wesentlichsten Verfahren sind dabei PIN/TAN (mit mehreren Unterformen wie iTAN, mTAN, …) und HBCI (Homebanking Computer Interface). Kurz gesagt: jede Form von TAN darf heute als unsicher gelten. Das inkludiert auch das HBCI-TAN Verfahren. Jeder Versuch dies über indizierte Listen, Versand von SMS etc. etc. zu kaschieren war nur von kurzem Erfolg. Das Verfahren ist broken-by-design. Wer – nach aktuellem Stand der Technik – Onlinebanking wirklich sicher betreiben will, kommt am HBCI Verfahren mit einer Schlüsseldatei nicht vorbei. Vom Angebot dieses Verfahrens sollten Sie durchaus die Auswahl ihrer Bank abhängig machen!

Nicht zuletzt durch den mehr als angestaubten Touch von MacGiro, der unerfahrene Benutzer verzweifeln liess und die vom Mac gewohnte Einfachheit der Bedienung in vielen Stellen komplett ad absurdum führte, stieg die Zahl der Mitbewerber. BankX beispielsweise zog funktional sehr rasch auf Augenhöhe, war aber optisch um Längen voraus. Selbst Newcomer wie Pecunia, die als aktuelle Version 0.3 eher im Rohzustand sind und OutBank – der Mac-Ableger der iPhone Banking Software iOutBank – noch im Beta-Stadium (und damit eigentlich ein NoGo für einen solch sensiblen Sicherheitsbereich) oder das freie Hibiscus, dessen Installation alles andere als Mac-like ist, fanden sehr schnell Freunde. Mit der aktuellen Version 7 hat MacGiro die Zeichen der Zeit erkannt. 2 Tage vor dem offiziellen Release von Mac OS X 10.7 (Lion), welches Rosetta endgültig in den Himmel schickt, war die Notwendigkeit einer grundlegenden Überarbeitung gegeben. Die nun vorliegende Version hat dabei sowohl optisch wie auch funktional erheblich dazu gewonnen.

Hauptfenster MacGiro

Beim Erzeugen von Überweisungen, Daueraufträgen oder erwarteten Zahlungseingängen darf man sich z.B. ein – lange vermisstes – AutoFill Feature freuen. Ein beliebiger Namensbestandteil wird im Fremdkontenstamm gefunden, Name, Kontonummer und BLZ automatisch eingesetzt. Eine erhebliche Vereinfachung und Zeitersparnis!

Autovervollständigen unter MacGiro

Ändern sich wiederholende Abbuchungen in ihrer Höhe, kann der neue Betrag mit nur einem Klick für die künftigen Buchungen übernommen werden. Auch hier: ein deutlich kürzerer Weg zum Ziel und ein Produktivitätsgewinn. Geblieben sind die flexible Darstellungsmöglichkeiten für Listen, die weitreichende Konfigurierbarkeit der Buttonleiste. Auf der Wunschliste bleiben noch die etwas bessere Bedienbarkeit ausschliesslich über Tastatur – ein paar Shortcuts lassen sich dank Mac OS X zum Glück einfach nachrüsten. Die Optik ist deutlich aufgefrischt, nicht wirklich hip, sondern immer noch eher etwas konservativ, was dem Einsatzzweck aber durchaus angemessen ist. Sämtliche Darstellungen erfolgen in einem einzigen Fenster, über die Seiteleiste wechselt man schnell in den gewünschten Bereich ohne sich wie bisher in zig Fenstern (Übersicht, Eigenkonten, pro Konto ein Kontobuch, Log, …) verlaufen zu müssen.

Fazit: die Kontenstände werden mit MacGiro noch nicht wirklich besser, aber sie werden hübscher dargestellt. Und wenn Zeit tatsächlich Geld ist, dann sollte der Kontostand langfristig aufgrund der Zeitersparnis durch die neuen Funktionen anwachsen.

FileMaker mieten statt kaufen?

Mittwoch, 17. Juni 2009

Die FileMaker Marketing Abteilung schlug eben in meiner Mailbox auf:

Steigen Sie jetzt in die Welt von FileMaker ein. Dazu bieten wir Ihnen die FileMaker-Mietlizenzen an.

Und so günstig steigen Sie ein:

10 FileMaker Pro-Lizenzen
1 FileMaker Server-Lizenz

Für zusammen nur 1.393,- € /2.060,- CHF
(zzgl. gesetzl. MwSt.)

Ihre Vorteile:

  • Niedrige Einstiegskosten: Sie „mieten“ FileMaker-Lizenzen für 1 Jahr
  • Softwarewartung ist inbegriffen − damit bleiben Sie immer auf dem neuesten Stand
  • Steuervorteil, weil als Betriebskosten in voller Höhe absetzbar

Weitere Informationen …

Lohnt sich das? Nimmt man den aktuellen Preis für ein 10er Starterpaket von 3.599,- EUR (exkl. Steuer) zum Vergleich, wäre das nach ca. 3 Jahren Break-Even. Mal ganz über den dicken Daumen, ohne Auf- und Abzinserei gerechnet. Schaut man in dem Zeitraum zurück stellt man fest, dass Version 8.0 in den letzten Zügen lag, 8.5 kurz drauf, 9 und nun Version 10 seither erschienen. Upgradepreis jeweils rund 1.500 EUR. Also runde 4.500 EUR nur für die Fortschreibung der Software über 3 Major-Releases in 3 Jahren! Aufwand für Migration, Anpassungen Programmierungen, … etc. etc. noch nicht mitgerechnet. Falls FileMaker seine bisherigen Upgrade Intervalle und Lizenzpreise beibehält, wäre das Mietmodell wirklich eine Überlegung wert.

Termine in der Schnellübersicht

Dienstag, 15. August 2006

Wer einen randvollen Terminkalender sein eigen nennt wird jede Möglichkeit suchen, die anstehenden Verabredungen, ToDos, Geburtstage und Ereignisse im Überblick zu behalten. Ich selbst nutze iCal in der Wochenansicht zusammen mit dem Info-Fach als Kompromiss zwischen grober Übersicht für die Termine der laufenden Woche und Detailinformation zu einzelnen, anstehenden Ereignissen.

Einen anderen, sehr schönen Ansatz verfolgt iCalViewer. Die anstehenden Termine und Aufgaben ziehen in einem frei skalierbaren Fenster oder auf dem kompletten Schreibtisch von rechts nach links (einstellbar) in Echtzeit über eine imaginäre „Jetzt“-Linie. Es werden wahlweise alle Kalender aus iCal angezeigt oder auch nur eine explizite Auswahl. Auch der Zeitraum der Terminvorschau ist frei einstellbar.

iCalViewer Exposé iCalViewer Desktop

Sehr gelungen ist auch eine Exposé-ähnlicher Aufruf, der mit einer frei konfigurierbaren Funktionstaste die vorbeiziehenden Termine in einer extra Ebene überblendet und sich dabei auch über einen Apple Dashboard Aufruf legt.

iCalViewer ist als Universal Binary verfügbar und kostet als Shareware $11.

Fräulein Mac, zum Diktat bitte …

Montag, 17. Juli 2006

Dies ist der Versuch ein Review zu diktieren. Ich habe dazu von einem Kunden die Software iListen von ASH zur Verfügung gestellt bekommen. iListen wird zusammen mit einem Headset von Parrot ausgeliefert und soll out-of-the-box den Benutzer befähigen dem Macintosh Texte für Briefe, Faxe, eMails oder Memos zu diktieren.

Nach erfolgter Installation wird das Programm auf seinen „neuen Herren“ trainiert. Dazu werden zunächst die Sprechgeschwindigkeit und die Sprachlautstärke des Benutzers sowie die Umgebungsgeräusche ermittelt und das Mikrophon kalibiert. Danach startet eine Trainingssitzung in der das Programm lernt wie der Benutzer Wörter artikuliert. Pro Benutzer kann so eine individuelle Stimmreferenz erzeugt werden, anhand derer iListen die Texterkennung durchführt.

Soviel zur Theorie. In der Praxis bedarf es einiger Trainingssitzungen, bis eine halbwegs ordentliche Trefferrate zustande kommt. Nachfolgend der bisherige Text mal als Kostprobe:

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Dieses Diktat entstand nach dem ersten Basistraining, welches lediglich ein paar Dutzend Sätze umfasst. Auch nach einer weiterem Trainingsdurchlauf ist das Ergebnis nicht so viel besser geworden:

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Etwas ungewohnt auch: jedes Satzzeichen und jeder Absatz muß mitdiktiert werden. So als wäre die Sekretärin Legasthenikerin . Weiterhin unzureichend: iListen setzt Worte nach den alten Rechtschreibregeln.

Dazu kommt, das sich iListen recht zickig gibt, wenn es darum geht andere als das mitverkaufte Headset anzusteuern. Ein mit diversen Windows-Spracherkennungsprogrammen arbeitendes Philips Handmikrophon das unter OS X erkannt wird und das mit Quicktime hervorragend zusammenarbeitete, wird zwar in der Device-Auswahl von iListen angeboten, aber schon in der Kalibrierung wieder abgeblockt. Einen vernünftigen Grund gibt es dafür nicht, so daß sich der Verdacht aufdrängt, das über eine künstliche Beschränkung innerhalb des Programms „MacSpeech-Zertifizierte Hardware“ verkaufsgefördert werden soll. Grundsätzlich nicht unterstützt sind alle Arten von Bluetooth-Headsets, da es hier übertragungsbedingt zu Verzögerungen und Verzerrungen durch die Datenkompression kommen kann, mit denen die Spracherkennung nicht zurecht kommt. Schade, aber wenigstens nachvollziehbar. Tröstlich immerhin, das das Headset wenigstens auch z.B. für iChat (und sicher auch für andere VoIP-Lösungen) verwendet werden kann.

Weiterhin werden nur lokale Benutzer unterstützt, die zudem über Administrationsrechte verfügen müssen. Dies widerspricht zum einen elementaren Sicherheitsvorkehrungen unter OS X; zum anderen sind Benutzer mit netzwerkbasierten Homeverzeichnissen unter OS X Server damit vollständig von der Verwendung ausgeschlossen.

Leider ist iListen derzeit – wie auch Route66 – der Einäugige unter den Blinden. Sprich: es gibt kein anderes, natives Mac OS X Programm als Alternative. Erste Versuche mit vergleichbarer Windows-Software unter Parallels sind zur Zeit in Arbeit, versprechen aber keine Besserung der Situation, da hier zwar die Mikrophone auf Betriebssystemebene prima durchgereicht werden (sprich: mit Windows selbst können qualitativ gute Aufnahmen gemacht werden), die Spracherkennungsprogramme aber offensichtlich eigene Input-Ressourcen verwenden, die die Aufnahme nur mit einem deutlichen und störenden Brummen ermöglichen.

Fazit: Nach reichlich Training sollte man immer noch auf eine Fehlerquote von um die 2 % gefasst sein. Das klingt zunächst nach nicht viel, bezogen auf einen einseitigen A4-Geschäftsbrief verbleiben aber so immer noch 2 bis 3 Worte die in einer Korrekturlesung identifiziert und i.d.R. manuell nachbearbeitet werden müssen. In dieser Fehlerquote nicht mitgezählt werden können sicherlich sinnentstellende Umsetzungen, die zwar korrekt phonetisch erkannt wurden, aber z.B. aufgrund von Groß-/Kleinschreibung oder Zusammen-/Getrenntsetzung fehlerhaft sind.

Als sehr viel schwerwiegender noch empfinde ich, dass die Implementierung so ziemlich an OS X vorbei geht. Benutzerprofile liegen im systemweiten Library-Ordner, die Zusammenarbeit mit OS X Server schlägt vollkommen fehl und der Betrieb der Software verlangt nach administrativen Rechten. Eine Lieblosigkeit wie sie sonst nur bei Windowssoftware bekannt ist. Für meinen Teil verläßt das Teil mit Ende dieses Tests wieder meine Platte und wird mein Konto sicher nicht belasten.