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Alles was wo anders nicht reinpaßt

»MacBook nano«

Dienstag, 3. Februar 2009

Hab ich mal gesagt, das hier wird nicht nerdig? Ok, heute kommt die Ausnahme von der Regel. Seit einigen Tagen nutze ich ein »MacBook nano«. Was bitte? Das gibt’s doch gar nicht! Stimmt. Leider. Als nach der MacWorld Anfang Januar keine Aussicht auf ein NetBook aus Cupertino erkennbar wurde, habe ich zur Selbsthilfe gegriffen und anhand div. Anleitungen im Netz mir selbst ein solches Apple NetBook geschaffen.

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Erst einmal: was ist denn ein Netbook? Intel hat mit dem Atom-Chip einen kleinen, stromsparendenm preiswerten Prozessor auf den Markt geworfen, dessen Verwendung aber an eine Bildschirmdiagonale von maximal 10″ gekoppelt. So entstand im Laufe des vergangenen Jahres eine komplett neue Rechnerklasse von kleinen Laptops, die für die täglichen Dinge wie Internetsurfen, eMail, Office etc. ausreichen. Die Rechen- und Grafikleistungen sind bescheiden, aber – im doppelten Sinne – erträglich.

Ein zweites wichtiges Wort zur immer wieder geführten Diskussion um die rechtliche Situation: wir bewegen uns in einer ungeklärten Grauzone! Mag sein, das es illegal ist, mag sein, dass Apple Lizenzvertrag aber auch vor deutschen Gerichten keinen Bestand haben würde, käme es zu einer Klärung. Bis dahin gilt: was nicht (höchstrichterlich) verboten ist, ist erlaubt! Mehr zum Thema bei Wikipedia.

Ein drittes zum Sinn und Zweck. Jenseits allen »Nerd-Faktors« war es mir daran gelegen für unterwegs etwas wirklich Kompaktes dabei zu haben. Die aktuelle Modellpalette von Apple nötigt mir an der Stelle mindestens 13,3″ Bildschirmdiagonale und damit eine Fläche von mindestens DIN A4 ins Gepäck. Ein MacBook Air kam aufgrund der mangelhaften Ausstattung zu einem – vergleichsweise – stolzen Preis nicht in Frage. Die gleiche Einschränkung auf Firewire verzichten zu müssen, verbindet sich mit dem aktuellen Alu MacBook. Das »alte«, weisse MacBook wäre daher das kleinste aller Übel gewesen. 12″ sind für mich Luxus, 10″ sind prima.

Zurück zur Technik: Meine Auswahl fiel auf ein Lenovo IdeaPad s10e, welches zum einen sehr hochwertig gearbeitet ist – der Anklang an die großen Brüder mit den Namen ThinkPad ist an allen Ecken spürbar – und zum anderen als eines der wenigen über einen ExpressCard34 Slot verfügt, welches eine Ausbaufähigkeit für Firewire, Gigabit-Ethernet und UMTS bedeutet. Ebenfalls (fast) ein Alleinstellungsmerkmal: die Aufnahme für ein Kensington-Schloß. Das Lenovo ist damit eines der wenigen »Business-NetBooks«. Eine ähnliche Ausstattung bietet nur noch das HP 2133, welches aber aufgrund seines VIA-Prozessors noch schwerer auf OS X zu heben ist, als die Atom-Netbooks. Besserung dürften da die für März angekündigten Nachfolger 2140/2150 bringen, die bei entsprechender Ausstattung ebenfalls auf den Atom-Kern zurückgreifen werden.

Die Installation von Mac OS X bedarf einiger grundlegender Kenntnisse des Unterbaus und ist, trotz sehr vieler gut geschriebener Anleitungen (z.B. bei netbooktech.com) im Internet, keine Aufgabe die in der Mittagspause durch Otto-Normal-User zu erledigen ist. Wenn es denn einmal läuft ist es – von wenigen Ausnahmen, die ich gleich beschreibe – ein echter Mac. Eine weitere große Hilfe bei der Installation stellt Netbooknews.de insbesondere das Forum zum s10e dar.

Die verwendete Hardware stammt nicht aus dem Apple-Stall. Entsprechend liegen mehr oder minder gute Treiber für einzelne Komponenten vor. Eine Übersicht, welches der aktuellen Netbooks wie gut durch OS X unterstützt ist, findet sich bei gadgets.boingboing.net. Im Moment ist es in der Tat noch so, das z.B. der eingebaute Ethernet-Port nicht nutzbar ist. Die Verbindung ins WLAN und auch eine UMTS-Verbindung via Bluetooth-Kopplung des Telefons funktioniert einwandfrei. Um drahtgebundene Netzwerke zu nutzen braucht es einen USB-Adapter (wie ihn z.B. auch das MacBook Air einsetzt) oder eine ExpressCard. Der Slot wird unter OS X anstandslos erkannt. Eine Sonnet Firewire 400/USB 2.0 Combo Karte arbeitet einwandfrei. Wer – anders als ich – nicht auf Firewire angewiesen ist, sollte sich daher das MSI Wind (auch Medion Akoya oder »Aldi-Netbook«) oder das Dell genauer anschauen.

Nicht nur den USB-LAN-Adapter des MacBook Air kann das Lenovo erben. Dank einer Anleitung bei MacOSXHints gelingt auch die Nutzung von CD- und DVD-Laufwerken anderer Macs (und Windows-Rechner). Für die Erstinstallation empfiehlt sich dennoch ein lokales, sprich per USB angeschlossenes, DVD-Laufwerk.

Ebenso wie der eingebaute LAN-Port verweigert auch das interne Mikrofon die Zusammenarbeit mit OS X. Wer iChat, Skype o.ä. nutzen will, ist daher auf ein Bluetooth-Headset oder einen USB-Soundstick zum Anschluß eines Mikros angewiesen. Ein paar andere – auf dem Mac liebgewonnene – Eigenschaften funktionieren grundsätzlich, aber eben nicht so rund wie auf einem echten Mac. So ist z.B. ein Zweifinger-Scroll grundsätzlich möglich, aber aufgrund des kleinen Trackpads nicht wirklich sinnvoll nutzbar. Auch ein externer Monitor wird über den VGA-Port angesteuert, allerdings gelingt es nicht zuverlässig das Display »on-the-fly« im laufenden Betrieb anzustecken. Ein Boot mit angeschlossenem Monitor und ein Druck auf FN-F3 hilft aber.

Auch der sehr vernehmliche Lüfter, der nach nicht erkennbaren Regeln läuft oder eben nicht ist weit von der gewohnten Apple-Qualität entfernt. Ebenfalls – für 10-Finger-Tipper – gewöhnungsbedürftig ist die etwas kleinere Tastatur und die verkleinerte rechte Großschreibtaste. Zwischen der Taste für Binde- und Unterstrich und der Shifttaste muß nämlich noch die Pfeiltaste »nach oben« ihren Platz finden. Ein Umstand der Anfangs dafür sorgte, dass anstatt Großbuchstaben ein Sprung in die vorhergehende Zeile stattfand. Die Anordnung der beiden Tasten am Trackpad ist an sich in Ordnung, erstmals nutze ich jedoch die Möglichkeit auf dem Pad selbst zu klicken und zu verschieben. Was bisher für mich ein Unding war, vermisse ich zwischenzeitlich auf jedem anders konfigurierten Notebook.

Die Grafik- und Rechenleistung ist für meine Zwecke mehr als ausreichend. Erfreulicherweise erkennt Mac OS X sogar die eingebauten 2,5 GB RAM vollständig (Windows XP, welches zur Auslieferung gehört, adressiert nur 2 GB). Korrigiere: wie ich gerade lernen durfte kann der Prozessor in der Tat nur 2 GB adressieren – unabhängig vom Betriebssystem. Die Mac OS X Aktivitätsanzeige schickt einen einfach nur auf eine falsche Fährte. Die Bildschirmauflösung ist mit 1024 x 576 etwas gewöhnungsbedürftig, aber brauchbar. Da einige meiner Servertools auf mindestens 1024 x 768 bestehen, bekommen sie diesen Wert per SwitchResX geliefert, ein anschliessendes Zurücksetzen auf die 576 Zeilen läßt die Programme dennoch weiterarbeiten und sie sind auch vernünftig nutzbar – kein Grund also für diese künstliche Einschränkung!

Fazit: das Lenovo IdeaPad s10e ist ein guter Kompromiss und in Anbetracht seines Anschaffungspreises von weniger als 400 EUR in der Top-Ausstattung mit 2,5 GB RAM und einer 160er Festplatte auch sicher kein Fehlkauf. Zum Gerätepreis addieren sich aber auf jeden Fall noch etwas notwendige Ausstattung wie z.B. ein externes DVD-Laufwerk und nach Bedarf eben auch die ein oder andere Express-Karte für den Slot. Und auch den Zeitaufwand für die Installation und die damit einhergehende Fehlersuche sollte man nicht gering schätzen! Deswegen: Wenn Apple morgen am Tag ein eigenes NetBook, ohne Kompromisse und ohne Kinderkrankheiten hinstellt und dafür nicht mehr als 600 EUR aufruft, werde ich mit Freuden wieder zurückwechseln. Denn eines darf als sicher gelten: wenn Apple einsteigt, dann nur um das »Über-NetBook« zu präsentieren.

Zentrales iTunes

Montag, 1. Dezember 2008

iTunes – Offtopic im Business-Umfeld? Dachte ich auch zuerst, bis ich von gleich zwei Kunden die Anforderung bekam: Wie können wir Speicherplatz bei den serverbasierten HomeDirs sparen, weil nicht jeder seine eigene iTunes-Bibliothek verwaltet?
Nun, zunächst einmal sei gesagt: sehr löblich, wenn Unternehmen ihren Angestellten großzügig firmeneigene Ressourcen für eigentlich private Vergnügungen wie iTunes, iPhoto oder Quicktime-Filme bereitstellen. Ich empfehle an der Stelle als ersten eine guten Anwalt zum Thema Arbeitsrecht aufzusuchen und derlei Dinge – ebenso wie die private Nutzung von eMail und Internet – in eine Betriebsvereinbarung zu giessen. Zum Zweiten fällt mir natürlich ein, das sich der Verschwendung von Speicherplatz durch die Verwendung von Quotas ein Riegel vorschieben läßt. Bei Mobilen Useraccounts wäre darüberhinaus der Ausschluß dieser Ordner vom Syncronisationsprozess denkbar. Und dann zum Dritten, gibt es dennoch eine recht einfach, aber schlaue Möglichkeit die Inhalte der iTunes Mediathek (nicht die Mediathek selbst!) zentral bereitzustellen:

Über den Arbeitsgruppen-Manager erstellt man ganz normal eine Freigabe für den iTunes Music-Ordner. Idealerweise liegt der Ordner außerhalb eines Benutzerordners einzeln auf der Datenplatte des Servers.

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Wichtig ist der Teil Netzwerkordner:

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Ähnlich wie der »Privat«-Ordner (Home-Folder) erfolgt eine automatische Freigabe über den LDAP-Server. Hier eben in einen benutzerdefinierten Pfad. Im Ergebnis landet der Ordner dann hier:

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Jeder andere Pfad ist möglich, solange er nicht innerhalb einer weiteren Netzwerkfreigabe liegt. Sprich: den in den Music-Ordner eines Benutzers zu hängen, der seinen Homefolder wieder vom Server bezieht geht schief. Der Ordner wird an jeden Rechner, der an den LDAP-Server gebunden ist bei Systemstart (also vor der Benutzeranmeldung – daher auch o.g. Einschränkung beim serverbased home-dir!) eingebunden.

Bis hierhin ist’s der Luxus-Teil des OS X Server. Im Prinzip würde es auch mit einer normalen AFP-Freigabe funktionieren, nur das diese wesentlich unzuverlässiger ist, weil kein automatischer Mount erfolgt. In den iTunes-Einstellungen dann noch den Ablageort anpassen:

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Fertig!

Ich lasse nur einen Rechner die Daten verwalten (kannst über die Rechte in der WGM-Freigabe beieinflussen). Alle anderen bekommen die beiden Haken von »iTunes-Ordner verwalten« und »beim Hinzufügen einkopieren« entzogen. Die Aufnahme der Daten in deren Mediathek erfolgt über Tune•Instructor:

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Dadurch, das lediglich der Ablageordner der Musikfiles freigegeben wird, entsteht pro User/Rechner eine eigene iTunes-Mediathek. Entsprechend hat auch jeder seine eigenen »Gespielt-Zähler«, Bewertungen, etc. iTunes erzeugt pro Mediathek eine eigenständige Nummer, die die Zuordnung zum Rechner/User wiederspiegelt – entsprechend würde eine Freigabe des kompletten iTunes-Ordners auf diese Art nicht funktionieren.

Sind DRM-geschützte Musiktitel in der Mediathek enthalten, so muß jeder Rechner der auf diesen zentralen Ablageort zugreift, entsprechend aktiviert werden. Maximal können dies 5 Rechner sein!

Weihnachten im August

Dienstag, 8. August 2006

Was für ein spannender Abend war das gestern! Anläßlich der Eröffnungsrede von Steve Jobs zur WWDC durften wir Mac-User uns mal wieder wie Kinder zu Weihnachten fühlen. Mit Spannung und Vorfreude die Bescherung erwartend. Der Gabentisch war wieder reichlich gedeckt. Schauen wir uns die Dinge an, die für uns als „Büromenchen“ interessant sind:

Die neue Hardware selbstverständlich. Sowohl der bereits erhältliche Mac Pro, als auch die im Oktober kommenden XServes geben hervorragende Arbeitsgruppenserver ab. Die neuen Intel-Prozessoren liefern Leistung satt und die Ausbaufähigkeit ab Werk auf 2 TB (durch 4 x 500 GB-SATA-Platten) Speicherplatz liefern genügend Raum für Ideen, Projekte und Abrechnungen. Und das alles zu sehr erträglichen Preisen. Eine abgespeckte Einstiegsversion kann schon heute im Apple Store auf rund 2.150 EUR runtergerechnet werden; es steht zu erwarten, dass die Straßenpreise bei den großen Händlern sicher in Kürze die magische Lockmittel-Grenze von 2.000 EUR nach unten durchschlagen werden. Als Arbeitsplatzrechner dürften die Mac Pros auch allerhöchsten Ansprüchen gerecht werden. Ganz nebenbei wurden auch noch die Preise für die Cinema Displays gesenkt, so daß ein sehr hochwertiger Arbeitsplatz mit 30″ Display für vergleichsweise erschwingliche 6.000 EUR gut machbar ist. Dafür gab’s vor 10 Jahren gerade mal einen 9500er mit 17″ Monitor!

Wirklich nutzbar als Server werden die Geräte jedoch erst mit der Vorstellung von OS X Server als Universal Binary. Auch die dürfte zusammen mit der XServe-Auslieferung im Oktober zu erwarten sein. Zu diesem Zeitpunkt wird immer noch Tiger aktuell sein. Selbst die Releasenummer 10.4.7 dürfte sich bis dahin nicht mehr großartig ändern. Tiger als 5. Version von OS X ist ausentwickelt, lediglich ein paar kleinere Fixes und Securitypatches dürfte die Versionsnummer bestenfalls noch langsam zum hochzählen bringen. Nicht zuletzt seit gestern abend wissen wir, dass Leopard bereits heftigst an die Türe pocht!

Die Developerversionen von 10.5 sind verteilt. Wer den Apple-Kalender kennt, weiß das das nächste große Event Anfang Januar mit der MacWorld San Fransisco einen Höhepunkt braucht. Und nichts zeichnet zuverlässiger das zufriedene Grinsen auf Steve Jobs Gesicht als die Phrase „And it’s available today!“. Wer es schafft die komplette Hardware Produktlinie von PPC zu Intel innerhalb von 210 Tagen (!) zu switchen, dem dürfte es vor einem Release von Leopard bis spätestens März 07 nicht bange sein. Mit etwas Ehrgeiz halte ich daher den Januartermin der MWSF für die 10.5 Veröffentlichung durchaus für realistisch.

Wer sich schon heute ein knappes Bild von Leopard als Client und von Leopard Server machen will, darf auf den Appleseiten einige sehr nett anzusehende Trailer bewundern. Für die Clientversion wird sicherlich „Time Machine“ die Killeranwendung sein! Ein komplettes Versions- und Backupsystem, applikationsübergreifend auf Betriebssystemebene. So viele Buzzwords in einem so kurzen Satz. Lassen wir uns das mal kurz auf der Zunge zergehen: Egal welchen Stand meine Dokumente irgendwann einmal hatten, ich kann mit Apples „Zeitmaschine“ dorthin zurückkehren. Visitenkarte eines Kontakts im Adressbuch versehentlich gelöscht? Kein Problem. Gestern (oder letzte Woche, oder letzten Herbst) war sie ja noch da! Also einmal bitte die Fahrkarte zurück in die Zukunft. Der vorgestrige Briefentwurf an Herrn Müller-Lüdenscheid gefiel ihnen besser, Chef? Na, gut. Dann graben wir den aus, auch wenn wir das Dokument bis dahin schon dreimal verändert haben.

Der Preis für dieses Feature wurde nicht explizit ausgesprochen, aber er wird Speicherplatz heissen. Aus den möglichen 2 TB eines Mac Pro könnten mit Leopard sehr schnell notwendige 2 TB werden! Selbst dann, wenn nicht volle Stände gespeichert werden, sondern nur differentielle Sicherungen stattfinden, wo von auszugehen ist. Aperture und seine Versionsverwaltung von RAW-Bildern bekommt damit im Nachhinein einen ganz anderen Gout: vom eigenständigen Produkt zur technologischen Fingerübung!

Mit dem Leopard-Server wird ein lange gehegter Wunsch und eine massive Forderung der Benutzer erfreuliche Wirklichkeit: iCal bekommt einen eigenen Server, der Groupwarefunktionen wie gemeinsame Terminfindung, wechselseitige Vertretung und Terminpflege etc. etc. beinhaltet. Auch das aufgebohrte Mail aus dem OS X Client wird den Arbeitsfluß durch Notizverwaltung und ToDos erheblich beeinflussen und vereinfachen. Endlich wird auch eine Spotlightsuche auf dem Server ohne Extraverrenkungen möglich sein. Die neuen Funktionen des iChat-Servers dagegegen werden ebenso untergehen wie der aktuelle iChat-Server als Ganzes; der vorkonfigurierte Wiki-Server wird im Arbeitsgruppenkontext die gleiche Rolle spielen wie schon heute die vorkonfigurierten Blogs. So gut wie keine! Auch wenn Apple uns etwas anderes nahelegen will.

Wie auch an Weihnachten gingen nicht alle Wünsche in Erfüllung. So hoch man den iCal-Server loben muß, so sehr muß man beklagen, dass damit nur ein halber Workgroupserver entstanden ist. Nach wie vor ungeklärt ist die Situation bei Adressbeständen! Die Feldspezifikationen von Apples Address Book passen auch unter Leopard nach wie vor nicht die Bohne zum LDAP inetOrgPerson-Schema. Zumindest nicht nach der gestrigen Präsentation, die mit Blick auf Redmond jedoch bewußt als unvollständig apostrophiert wurde. So gesehen bleibt noch Luft für zusätzliche Features und ein gutes halbes Jahr zur Nachbesserung! Laßt sie uns in Cupertino einfordern!

Kaum geschrieben, schon braucht’s ein Update!

Nachdem jüngst OpenDarwin – Plattform für den OpenSource-Zweig der Apple Entwicklungen – in die ewigen Jagdgründ ging, hat Apple heute mit MacOSForge einen Nachfolger der Plattform vorgestellt. Darauf zu finden u.a. auch der Sourcecode des iCal-Servers namens „Collaboration“. Interessant der Eintrag im Wiki: dort werden Anleitungen für die Konfiguration diverser Clients gegeben. U.a. für die Leopardversion von iCal, aber auch für ein gänzlich neues Produkt namens „Apple Teams“. Nachtigall ick hör´ Dir trapsen … hoffentlich.

Ansonsten finden sich in Leopard wieder sehr viele Dinge, die schon heute unter Tiger über AppleScript oder mit Hilfe von 3rd-Party Software möglich sind. Der ein oder andere Sharewareprogrammierer wird sich dank Leopard ein neues Betätigungsfeld suchen müssen.

In eigener Sache

Freitag, 23. Juni 2006

Die letzten Kommentar-Benachrichtigungen von WordPress verschwanden leider in meinem Mailorkus. Da ich üblicherweise das Online-Admin Tool nur selten in die Finger nehme – meine Beiträge entstehen mit ecto – habe ich das leider erst heute bemerkt. Ich bitte um Entschuldigung!