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Alles was wo anders nicht reinpaßt

Spotlight Suche auf dem Server

Mittwoch, 8. März 2006

Mit OS X 10.4 Tiger wurde die systemweite Suchfunktion mächtig aufgebohrt. Nach den exotischsten Kriterien lassen sich nun mehr Suchstrategien formulieren – solange die Suche auf eine lokales Platte zielt. Indiziert werden grundsätzlich nur interne und externe Medien (so lange sie nicht von der Indizierung explizit ausgeschlossen werden), nicht jedoch Volumes die von einem Fileserver per Freigabe bereitgestellt werden. Ein Manko von dem jede Arbeitsgruppe betroffen ist, die gemeinsam an Dokumenten arbeitet und das auch nicht – was man ggf. erwarten könnte – durch den OS X Server eliminiert wird.

Spotlight arbeitet allerdings nicht nur an der Oberfläche, sondern verfügt auch noch über einen Kommandozeilen Unterbau. Und genau hier im Terminal löst sich das Problem:

mdutil -i on /Volumes/Name_der_Server_Freigabe

lautet der Befehl mit dem Spotlight per Terminal angewiesen wird einen Index von dem Servervolume zu erstellen, bzw. einen vorhandenen Index zu aktualisieren. Leider ist Spotlight etwas merkbefreit und vergisst das es die Indizierung für eine Freigabe zu verwalten hat, so bald die Freigabe ausgeworfen wurde. Um nun nicht jedes mal von neuem das Terminal aufrufen zu müssen, wenn eine Freigabe wieder auf dem Schreibtisch verfügbar wird, habe ich mir ein kleines AppleScript geschaffen, das z.B. als Startobjekt taugt.

Dem AppleScript werden in den Voreinstellungen der Name des Servers, die zu aktivierenden Freigabenamen, der Benutzername und dessen Passwort eingetragen. Danach arbeitet eine Schleife alle Freigaben nacheinander ab, prüft ob sie noch nicht aktiviert sind und mountet sie so dann. Sind alle Freigaben aktiv, wird die o.g. Befehlszeile der Shell übergeben und nacheinander die Indizies für die Freigaben erstellt, bzw. erneuert. Der Befehl »mdutil« benötigt Administrator-Rechte, der eingetragene Benutzer sollte also einen entsprechenden Status haben.

Ich stelle hier kostenlos dieses AppleScript zum Donwload zur Verfügung. [download#4]

Arbeitsfläche vergrößern

Dienstag, 7. März 2006

Die aktuellen G4 iBooks bieten mit etwas Speicherausbau genügend Rechenpower für die allermeisten Office Anwendungen. Dank 2,1 kg und 12″ sind sie auch als mobiles Büro unschlagbar, erst recht wenn man den günstigen Preis in Betracht zieht. Wer sich keinen zweiten Rechner für den stationären Einsatz leisten kann oder will wird sich am heimischen Schreibtisch allerdings schnell einen größeren Desktop wünschen

Ab Werk unterstützen die iBooks eine Auflösung von 1024 x 786 Pixel und das Spiegeln des Desktops auf einen externen VGA-Monitor. Allerdings ist diese Beschränkung nicht in der Apple Technikabteilung, sondern im Marktingressort entstanden. Technisch bieten die eingebauten Grafikchips wesentlich mehr Möglichkeiten, die jedoch – um den Mehrpreis des 12″ PowerBooks rechtfertigen zu können – künstlich beschnitten wurden.

Mit Hilfe von kleinen Zusatztools kann diese künstliche Beschränkung umgangen werden. Dazu wird in die OpenFirmware – also auf unterster Systemebene – eingegriffen. Ganz ungefährlich ist dieser Eingriff nicht – zumindest nicht bei Macs, die den erweiterten Desktop aufgrund ihrer veralteten Hardware nicht unterstützen. In der Praxis habe ich jedoch auch mehreren solcher gepatchen Systeme bisher keinerlei Nachteile erkennen können, so daß man – nochmal: richtige Hardware vorausgesetzt! – den Eingriff durchaus empfehlen kann. Auch von Garantieverlusten gegenüber Apple von denen immer wieder die Rede ist, kann ich nichts berichten. Und zu meinem Leidwesen musste ich mit einem älteren G3 iBook die Garantie bereits mehrfach in Anspruch nehmen. Der Eingriff ist allerdings reversible, so dass vorsichtige Naturen ggf. eine Deinstallation vornehmen können, bevor der Apple Techniker das Gerät in die Finger bekommen.

Bei den erwähnten Tools handelt es sich um den Screen Spanning Doctor von Klaus Rutemöller, bzw. um den iBookScreenEnhancer der Zeitschrift c’t. Beide kommen – auf unterschiedlichen Wegen – zum selben Ergebnis. Nach erfolgter Anwendung erweitert sich die Systemeinstellung Monitore um den Reiter „Anordnen“ in dem die Lage der beiden Bildschirme zueinander festgelegt werden kann. Das externe Display kann durch verschieben der Menüleiste in der Miniaturansicht der Monitore zum Hauptbildschirm gemacht werden.
Anordnen der Monitor in der Systemeinstellung
Im Reiter „Monitor“ kann darüberhinaus eine wesentlich höhere Auflösung für den externen Monitor als 1024 x 768 eingestellt werden, was die Arbeitsfläche zusätzlich vergrößert.

Wem das immer noch nicht genug ist, sollte die aus der Linuxwelt sehr bekannten virtuellen Desktops ins Auge fassen. Der vorhandene Arbeitsbereich eines oder auch mehrere Bildschirme wird x-fach repliziert. Software gesteuert stehen einem so mehrere virtuelle Bildschirme zur Verfügung zwischen denen man per Mausklick oder Tastenkürzel wechseln kann. In der Praxis lassen sich so verschiedene Arbeitsbereiche für verschiedene Aufgaben einrichten. Ein virtueller Bildschirm für Browser und Newsticker. Einer für die klassischen Bürohelfer wie iCal, Adressbuch und Mail, einer für die Textverarbeitung, usw.

Virtual-Desktop-Umschalter

Als sehr empfehlenswertes, weil einfach zu handhabendes und stabiles Tool hat sich bei mir Codetek VirtualDesktop bewährt. Mit etlichen anderen Programmen hatte ich durchaus größere Probleme. Die Lite-Version ist im Normalfall völlig ausreichend. Abonnenten der Macworld, Mitglieder von .mac oder einer Mac-Usergroup (sind wir das nicht irgendwie alle?) haben die Mögllichkeit einen kostenlosen Freischaltcode für CodeTek VirtualDesktop Lite zu bekommen.